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» Aus der Chronik des Musikvereins

Im Jahre 1958 trat der damalige Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde Brögbern, Herr Klein, an Heinrich Fischer mit dem Anliegen heran, einen Posaunenchor zu gründen. Nachdem die Kirchengemeinde Instrumente zur Verfügung gestellt hatte, begannen die Bläser den Instrumenten erste Töne zu entlocken. Heinrich Fischer und Sohn Bernhard hatten schon musikalische Vorkenntnisse, während die „Musikanten“ Helmut Vohs, Siegfried Vogel, Karl Hildebrand, Friedhelm Fischer und Siegfried Zackenhofer absolute Laien waren.

In der evangelischen Kirche wurde fleißig geübt und bereits 1960 erfolgten die ersten Auftritte bei Gottesdiensten und Gemeindefesten (wenn auch teilweise mit schrägen Tönen). Das folgende Foto ist ein Beweis der ersten Auftritte:

Da seit geraumer Zeit (genaue Daten sind nicht mehr bekannt) auch von Seiten der katholischen Kirche Bläser aktiv waren – Hans Bruins, Josef Kock, Heinrich Köster, Clemens Lüddecke, Hugo Brämsmann -, die in der Kirche bzw. bei Prozessionen spielten, knüpfte man Kontakte, um einen gemeinsamen, leistungsstarken Verein zu gründen. Wie die folgende Fotokopie der Niederschrift zeigt, wurde der Musikverein Brögbern am 1. November 1970 gegründet. Vorausgegangen war am 28. September 1970 eine Gründungsversammlung mit Wahl des Vorstandes, der die Satzung ausarbeiten und die Vereinsgründung vorbereiten sollte. Diesem ersten Vorstand gehörten an:

Helmut Vohs (1. Vorsitzender),
Hugo Brämsmann (2. Vorsitzender),
Siegfried Vogel (Schriftführer),
Heinrich Fischer (Kassenwart),
Benno Stach (Dirigent).

Zweck und Ziele des Vereins wurden in der Satzung in Paragraph 2 niedergelegt, der trotz einiger Satzungsänderungen bis heute unverändert gilt.

§ 2 Zweck des Vereins
Der Musikverein Brögbern/Bawinkel e. V. bezweckt die Pflege und Verbreitung kirchlicher und volkstümlicher Musik, insbesondere Blasmusik. Zur Erreichung dieses Zieles hält er regelmäßig Probeabende ab und stellt bei allen sich bietenden Gelegenheiten sein Wirken in den Dienst der Kirchen beider Konfessionen und der Öffentlichkeit. Die Tätigkeit des Musikvereins ist gemeinnützig. Sie wird ohne die Absicht auf Gewinnerzielung ausschließlich zum Zwecke der Volksbildung und Kunstpflege ausgeübt. Der Musikverein ist jederzeit bemüht, rechtzeitig Nachwuchskräfte heranzubilden und sie als solche zu fördern. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

Am 19. März 1971 zählte der Verein 20 aktive Mitglieder. Durch die Aufnahme vereinsfördernder Mitglieder stieg die Zahl bei der Generalversammlung am 12. März 1972 auf 42 Personen. Bei dieser Versammlung wurde dann auch ein eventueller Zusammenschluss des Musikvereins Brögbern mit dem Musikverein Bawinkel diskutiert, da man schon des Öfteren zusammen gespielt hatte und für den 25. März 1972 ein gemeinsames Konzert bei Kock in Bawinkel geplant war. In Bawinkel bestand schon seit fast 100 Jahren ein Bläserchor. In der Hauptversammlung vom 3. Dezember 1971 wurde dann beschlossen, einen ordentlichen Vorstand zu wählen, der die Interessen des Bläserchors auch nach außen hin vertritt. Gleichzeitig sprach man sich einstimmig dafür aus, die seit ca. einem Jahr gepflegte Zusammenarbeit mit dem Musikverein Brögbern zu vertiefen. Der Musikverein Brögbern besaß bereits Uniformen in marineblauer Farbe mit weißen Schirmmützen, die auch vom Musikverein Bawinkel für dessen Bläser angeschafft werden sollten (s. Bild unten).

Das nachstehend abgedruckte Protokoll der Hauptversammlung vom 3. Dezember 1971 dokumentiert die Neuorganisation des Bläserchors Bawinkel.

Der Vorstand des Musikvereins Bawinkel:

Franz Bojert (1. Vorsitzender),
Georg Kock (stellv. Vorsitzender),
Josef Lamping (stellv. Vorsitzender),
Alfons Hüer (stellv. Vorsitzender),
Alfons Gebbeken (Schriftführer und Kassenwart).

Aktive Mitglieder: Alfons Hüer, Alfons Gebbeken, Aloys Többen, Alex Sannen, Ewald Metten, Franz-Georg Krummen, Georg Hüer, Hermann Kröger, Helmut Albers, Karl Hilmes, Wilhelm Deeters.

Am 12. Juni 1972 fand dann die erste gemeinsame Generalversammlung beider Vereine zwecks Fusionierung in der Gaststätte Kock in Bawinkel statt. Dem ersten gemeinsamen Vorstand gehörten folgende Mitglieder an:

Franz Bojert (1. Vorsitzender),
Georg Kock (2. Vorsitzender),
Josef Lamping (Schriftführer),
Siegfried Vogel (Buchhalter),
Alfons Hüer (Kassierer für Bawinkel),
Clemens Lüddecke (Kassierer für Brögbern),
Helmut Vohs (Instrumenten- und Notenwart),
Benno Stach (Kapellmeister).

Jeder Verein leistete beim Zusammenschluss eine Einlage von 2.000,00 DM. Die Satzung des Musikvereins Brögbern wurde nach notwendigen Änderungen übernommen. Im Januar 1973 wurden nach einem vorausgegangenen Diskussionsabend des Vorstandes mit den Lehrpersonen aus Bawinkel und Brögbern (Rektor Brüggemann, Lehrer Langen, Lehrer Lesemann, Liedervater Rosen, Rektor Weinert, Lehrerin Dörrie und Lehrer Krietenbrink) mit deren Unterstützung rund 25 Kinder vom Musikverein ausgebildet. Die Ausbildung übernahm Benno Stach. Damit er sich auf diese Aufgabe voll konzentrieren konnte, wurde für die Stammkapelle der Musiker Walter Butt verpflichtet:

Bereits im September 1973 schied Walter Butt als Dirigent aus und Benno Stach übernahm wieder diese Tätigkeit, die er bis Januar 1975 ausübte. Daran anschließend übernahm Robert Kastner den Dirigentenposten, während Benno Stach weiterhin die Jungbläser ausbildete. Bei der Vorstandwahl anlässlich der Generalversammlung im Jahre 1975 gab es einige Veränderungen. So gehörten dem neuen Vorstand folgende Mitglieder an: Franz Bojert (1. Vorsitzender), Johannes Leuchtenberger (2. Vorsitzender), Siegfried Vogel (Buchhalter und Kassenwart), Josef Lamping (Kassierer für Bawinkel), Gregor Dust (Kassierer für Brögbern), Georg Kock (Organisator), Helmut Vohs (Instrumenten- und Notenwart), Alfons Hüer (zbV). Gleichzeitig verpflichtete der Musikverein ab diesem Zeitpunkt den an der Musikschule Emsland tätigen Musiklehrer Werner Völkel zum Dirigenten. Seit dieser Zeit werden vom Verein kontinuierlich Kinder und Jugendliche musikalisch ausgebildet und in den Verein integriert. Am 25. April 1978 erfolgte die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und seitdem führt er die Bezeichnung:


Das Orchester im Jahre 1979 in seinen zweiten Uniformen, die von 1978 bis 1992 getragen wurden. 1981 wurden die Uniformen durch gleichfarbige Westen ersetzt.

Im Jahr 1982 schied Werner Völkel als Dirigent aus. In der folgenden Zeit wurde das Orchester von Franz Hagedorn (1983-1996) geleitet. Im Anschluss daran übernahm Thomas Vogel die Tätigkeit als Dirigent, welche er mit einer Unterbrechung von 2003-2006 auch heute wahrnimmt.


Das komplette Orchester im Jahre 1994 (weinrote Uniformen ab 1992)

Nach mehreren Wahlen setzt der Vorstand sich zurzeit wie folgt zusammen:

Andreas Deters (1. Vorsitzender),
Johannes Krane (2. Vorsitzender, Pressewart),
Werner Gelze (Schriftführer),
Christiane Kuhlmann (Kassenwartin, Mitgliederverwaltung),
Daniel Knese (Instrumenten- und Notenwart),
Anna-Maria Lake (Ausbildungsangelegenheiten, Kleidungswartin),
Jennifer Deimann (Jugendvertreterin).

Neben Auftritten bei Schützen- und sonstigen Vereinsfesten, kirchlichen Anlässen, Jubiläen und ähnlichen Veranstaltungen werden regelmäßig Konzerte in den Gemeinden der Umgebung aufgeführt. Außerdem werden seit vielen Jahren partnerschaftliche Kontakte zu verschiedenen Musikvereinen gepflegt (s. auch Freunde).


Das Orchester im Jahre 1998


Das Orchester im Jahre 2001


Das Orchester im Jahre 2006


Das Orchester im Jahre 2008


Das Orchester im Jahre 2011 - in den zum 40-jährigen Jubiläum (2010) neu angeschafften Uniformen


Das Orchester im Jahre 2015

 

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